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 Coastweek   Kenyaa


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EIN BESONDERES
AFRIKANISCHES ERLEBNIS

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Coastweek -- Die Kinder beim Essen in der Fabrikhalle.
Fotos: Rosmarie Geerling

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Alles wird finanziert von
Freunden, Gönnern und Sponsoren
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 VON NELLY RIEGGER 

WENN MAN an einem Sonntag um die Mittagszeit an der Nordküste von Mombasa auf der Hauptstraße fährt, fälllt etwa 5 km nach Mtwapa auf, dass Hunderte von Kindern in einer langen Schlange entlang der Staße wandern.

Sonntags ist doch keine Schule, wo kommen sie her oder wo gehen sie hin ?

Bei dem Schild "Coca Cola Bottling Plant" in Majengo zweigen sie rechts ab und bewegen sich in einer endlosen Kolonne langsam etwa einen Kilometer bis zu der stillgelegten Fabrik Mombasa Coir Industries, die Mr. Patel gehört.

Als die Fabrik zur Verarbeitung von Kokosfasern vor langen Jahren noch in Betrieb war, hatte Mr. Patels Vater jeweils am Sonntag 20-30 arme Kinder aus der Umgebung eingeladen und ihnen ein warmes Mittagessen offeriert.

Dieser Brauch wird nun seit mehr als fünf Jahren von Mr. Patel, Bekannten, Freunden und Gönnern als "Feeding Programme" für 1500-2000 Kinder im Alter von 2-12 Jahren erfolgreich weitergeführt.

Rund zwanzig Inder und einige Europäer haben gemeinsam alles bestens organisiert.

Zehn einheimische Frauen werden engagiert und für ihre Arbeit bezahlt; sie kochen und waschen nachher das Geschirr ab.

Sie kommen am Sonntag Morgen bereits um 6 Uhr früh, waschen den Reis und die Bohnen und putzen das Gemüse.

Sie kochen in riesigen Kesseln, genannt Sufrias, Reis und Gemüse-Eintopf mit Bohnen nach der traditionellen Art "Githeri".

Um 12 Uhr kommen die Kinder in die Fabrik; die Größeren führen die Kleinen an der Hand oder tragen sie auf den Rücken gebunden.

In einem langen Wassertrog müssen die Kinder zuerst die Hände waschen, bevor sie in Vierergruppen das Essen holen können.

Coastweek -- Das Essen wird
auf langen Bänken wie am
Fließband ausgegeben.

Einige Aufseher sorgen dafür, dass sich die Kinder ruhig und gesittet verhalten.

Das Essen wird auf großen Blechtellern angerichtet mit vier Portionen jeweils für vier Kinder.

Sie bestehen aus vier Brötchen, einer große Portion Reis und Gemüse-Eintopf.

Dann gehen die Kinder in die leere auf allen Seiten offene Fabrikhalle, setzen sich auf den Boden und essen.

Es ist ein eindrucksvolles Bild, wenn man die vielen Kinder sieht, wie sie mit lachenden Gesicht-ern, mit leuchtenden Augen und fröhlichem "Geschnatter" das Essen entgegennehmen, das auf langen Bänken wie am Fließband ausgegeben wird.

Alles läuft wie am Schnürchen.

Die Essenausgabe dauert mehr als eine Stunde und die ersten Kinder haben dann schon gegessen und sind satt.

Die leeren Teller werden ein-gesammelt und die Kinder kommen wieder an den Bänken vorbei, wo jedes einen Becher Fruchtsaft, eine Banane und beim Weggehen noch ein Paket Maismehl erhält.

Es ist rührend, wenn die Kinder mit strahlendem Gesicht und oft auch mit einem scheuen "Thank you" ihre Banane und am Schluss das Maismehl entgegennehmen.

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Was übrig bleibt, können die Frauen, die gekocht haben, mit nach Hause nehmen.

Für einen Sonntag kostet das "Feeding Programme" Shs 50.000, nämlich für 100 kg Reis, 2000 Brötchen, 90 kg Bananen, 150 kg Gemüse, 80 l Fruchtsaft.

Dazu kommt noch das Maismehl zum Mitnehmen.

Alles wird finanziert von Freunden, Gönnern und Sponsoren.

Um 14 Uhr ist das Spektakel vorbei und die Freiwilligen setzen sich zusammen zu ihrem eigenen Mittagessen, bestehend aus vegetarischen asiatischen Gerichten.

Die Organisatoren sind eine Gruppe von Freiwilligen, die gelegentlich andere Interes-senten oder auch Touristen mitbringen, die mithelfen mit Geld, Arbeit oder materiellen Gaben (zum Beispiel eine Kiste Bananen, Kleider für die Kinder oder Schulmaterial) wie Heather und John Allen aus Groß-britannien oder Rosmarie Geerling aus der Schweiz.

Im Februar beteiligten sich sechs Touristen aus Hamburg und übernahmen die gesamten Kosten für einen Sonntag.

Sie sind regelmäßige Besucher in Kenia und wollten einmal etwas anderes sehen als die üblichen Touristenattraktionen.

Sie waren tief beeindruckt von diesem einzigartigen Erlebnis.

Hier wird direkte Hilfe geleistet, ohne aufwändige Verwaltungs-kosten.

Jedermann ist willkommen, um mitzuhelfen.

Falls Sie interessiert sind, kontaktieren Sie:

Mr. Jitu Haria Telefon 0722 64 07 80

der Ihnen gerne alles auf Deutsch erklärt.

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